Formen der Stimulationsbehandlung
I. Mittellanges Protokoll - „Downregulation”
Sechs Tage nach dem Eisprung des Vorzyklus (in einem 28-tägigen Zyklus am 20. Zyklustag) beginnt die sogenannte Downregulation, d.h. die Unterdrückung der Hirnanhangsdrüsen-Hormone LH, FSH, z. B. mit einer täglichen Nasenspray-Einnahme (Synarela®).
Das Nasenspray führt zur Ruhigstellung der Hirnanhangsdrüse und verhindert so einen vorzeitigen Eisprung.
Die hormonelle Stimulation der Eierstöcke mit täglichen subcutanen Spritzen (Puregon®, Gonal F® oder Menogon HP®) beginnt am 4. Tag des folgenden Zyklus unter Fortsetzung der Nasensprayeinnahme.
Die Stimulation dauert zirka zehn Tage. In dieser Zeit finden drei bis vier Ultraschall- und Blutuntersuchungen statt.
Bei einer Eibläschengröße von 20 mm wird der Zeitpunkt des Eisprungs nachts um 23:00 Uhr durch das Hormon Pregnesin, das subcutan gespritzt wird, auf 36 Stunden nach der Behandlung festgesetzt. Die Gewinnung der Eizellen erfolgt am übernächsten Morgen zwischen 9:00 und 11:00 Uhr.
II. Kurzes „Antagonisten” - Protokoll:
Die Stimulation beginnt am 3. Zyklustag mit täglichen subcutanen Spritzen. Bei dieser Stimulationsform ist eine zusätzliche Nasensprayeinnahme nicht nötig. Am 7. Zyklustag wird die erste Ultraschalluntersuchung durchgeführt. Bei einer Eibläschengröße von 14 mm wird zusätzlich zu den täglichen Stimulationshormonen das Hormon Cetrotide bzw. Orgalutran gespritzt, wodurch ein vorzeitiger Eisprung bis zu seiner hormonellen Programmierung verhindert werden kann. (Cetrotide® bzw. Orgalutran® sind LH-Antagonisten). Die Programmierung erfolgt ebenso wie im Downregulations-Protokoll.